Ratgeber · Tattoo Studio Dorsten
Ein frisch gestochenes Tattoo ist eine kleine Wunde, die heilt. Was du in den ersten Tagen tust, entscheidet mit darüber, wie gleichmäßig Linien und Flächen später sitzen. Hier steht die Pflegeanleitung, die du bei Joshua Téclaire in Dorsten-Lembeck mitbekommst – zum Nachlesen.
Farbpigmente liegen nach dem Stechen in der Lederhaut. Darüber liegt die Oberhaut, die sich in den folgenden zwei Wochen komplett erneuert. In dieser Zeit entscheidet sich, wie eben die Fläche und wie klar die Linien einheilen.
Zwei Fehler passieren am häufigsten: zu viel Salbe, die die Haut aufweicht, und zu wenig Pflege, sodass Krusten aufreißen. Beides kostet Farbe. Eine dünne Schicht, saubere Hände und etwas Geduld reichen aus.
Hinweis: Diese Anleitung ist die übliche Empfehlung zur Wundpflege nach einer Tätowierung und ersetzt keine ärztliche Beratung.
Die Folie schützt das frische Tattoo auf dem Weg nach Hause und wird nach etwa zwei bis vier Stunden entfernt. Bei großen, flächigen Motiven oder viel Wundwasser auch früher – sonst staut sich die Feuchtigkeit.
Hände waschen, dann die Stelle mit lauwarmem Wasser und einer milden, pH-neutralen Seife abspülen. Kein Schwamm, kein Peeling, keine Desinfektionsmittel auf Alkoholbasis. Anschließend mit einem fusselfreien Papiertuch trocken tupfen, nicht reiben.
Eine hauchdünne Schicht Wund- und Heilsalbe auftragen. Für die erste Nacht ist frisches Bettzeug sinnvoll, damit keine Farbe auf den Bezug abfärbt.
In dieser Zeit bildet sich die Silberhaut, eine feine, trockene Schicht über dem Tattoo. Sie löst sich von selbst ab, meist zum Ende der zweiten Woche.
Dass die Farben zunächst kräftiger oder stellenweise milchig wirken, ist typisch: Über dem Pigment liegt noch die heilende Hautschicht. Der endgültige Ton zeigt sich nach vier bis sechs Wochen.
Ist die Haut geschlossen, darf wieder normale Körperlotion verwendet werden – am besten täglich, denn Feuchtigkeit hält die Haut elastisch. Bei Sonne gehört ein Lichtschutzfaktor 50 auf das Tattoo; UV-Strahlung bleicht Pigmente zuverlässig aus und ist der häufigste Grund, warum Motive nach Jahren flau wirken.
Wenn eine Stelle nach dem Abheilen deutlich heller ist als der Rest, sprich uns an. Ob und wann ein Nacharbeiten sinnvoll ist, klären wir am fertig abgeheilten Tattoo, nicht vorher.
Sehr feine Fineline-Linien können in den ersten Wochen etwas weicher wirken, weil die Haut darüber noch arbeitet. Das ist kein Grund zur Sorge, solange sich nichts entzündet.
Große schwarze Flächen, wie sie im Blackwork üblich sind, sondern in den ersten Stunden mehr Wundwasser ab. Dann die Folie früher entfernen und die Fläche öfter lauwarm reinigen. Bei Mikrorealismus-Motiven mit feinen Schattierungen ist die Versuchung groß, mit der Salbe nachzuhelfen – hier gilt die dünne Schicht umso mehr.
Farbe verblasst grundsätzlich schneller als Schwarz. Gelb- und Rottöne brauchen deshalb dauerhaft konsequenten Sonnenschutz.
Leichte Rötung und Spannung in den ersten Tagen sind normal. Wenn die Rötung aber zunimmt, die Stelle heiß wird, stark anschwillt, eitert oder Fieber dazukommt, gehört das ärztlich abgeklärt – bitte nicht selbst behandeln.
Für alle anderen Fragen erreichst du uns per WhatsApp oder Instagram. Adresse und Kontaktdaten stehen im Impressum.
Joshua Téclaire Tattoo Art, Schulstraße 20, 46286 Dorsten-Lembeck. Geöffnet Montag bis Donnerstag von 12 bis 19 Uhr und Freitag von 12 bis 18 Uhr. Gut erreichbar aus Dorsten, Gladbeck, Bottrop, Marl, Recklinghausen und dem übrigen Ruhrgebiet.
Wie ein Termin abläuft und was die Anzahlung bedeutet, steht unter Tattoo Preise. Wer noch kein Motiv hat, findet in der Galerie Arbeiten aus dem Studio.
Zwei- bis dreimal täglich, jeweils hauchdünn. Wichtiger als die Häufigkeit ist die Menge: Die Haut soll die Salbe aufnehmen können, ohne dass eine Schicht stehen bleibt. Zu viel Salbe weicht die Haut auf und kann die Farbe beeinträchtigen.
Ja. Kurz und lauwarm duschen ist in Ordnung, solange du den Strahl nicht direkt auf die frische Stelle hältst und danach vorsichtig trocken tupfst. Vollbäder, Sauna, Schwimmbad und Salzwasser sind in den ersten zwei Wochen tabu.
Die oberste Hautschicht ist nach etwa zwei Wochen geschlossen, die Silberhaut löst sich in dieser Zeit. Die Haut darunter braucht vier bis sechs Wochen, bis sie wieder voll belastbar ist. Farbe und Linien können in den ersten Wochen etwas blasser wirken – das ist normal.
Nicht kratzen. Juckreiz gehört zur Heilung und verschwindet mit der Silberhaut. Hilfreich sind ein in ein Tuch gewickeltes Kühlpack, eine dünne Schicht Pflegesalbe und luftige Kleidung. Hält der Juckreiz länger als zwei Wochen an, sprich uns an.
In der Regel nicht. Die Folie schützt den frischen Bereich auf dem Weg nach Hause und wird nach etwa zwei bis vier Stunden entfernt – bei großen Flächen oder viel Wundwasser auch früher. Wenn in deinem Fall eine längere Abdeckung sinnvoll ist, sagen wir es dir beim Termin.
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